brèche et pont

Bruch(1) –>brechen:

Das altgerm. starke Verb mhd. brechen ahd. brehhan, got. brikan [usf.] gehört mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen zu der idg. Wurzel *bhreg- „brechen, krachen“, vgl. z. B. lat. frangere „(zer)brechen“. Um das Wort ‚brechen‘ gruppieren sich die ablautenden Substantive –>Bruch, –>Brocken und –>Brache und wahrscheinlich das unter –>prägen behandelte Verb. Aus einem im Hochd. untergegangenen ablautenden Verb stammt –>Pracht. Schließlich gehört als alte Entlehnung ins Roman. auch das Fremdwort –>Bresche hierher.

Bruch(2):

„Sumpfland“: Mhd. brouch, ahd. bruoh „Sumpfland, Moor“, niederl. broek „Moorboden, nasses Uferland“, engl. brook „Bach“ sind dunklen Ursprungs. Das westgerm. Wort steckt in zahlreichen Ortsnamen, beachte z. B. Bruchsal, Brüssel, Grevenbroich.

Brücke:

Die älteste Form der Brücke in germanischer Zeit war der Knüppeldamm oder Bohlenweg in sumpfigem Gelände. Die Flüsse wurden in Furten oder auf Fährbooten überquert, kleinere Gewässer auch auf bohlenbelegten Stegen. So sind mhd. brücke, brucke, ahd. brucca, niederl. brug, engl. bridge, schwed. brygga nahe mit –>Prügel „Holzscheit, Knüppel“ verwandt und gehören zu einer idg. Wurzel *bhrêu-, *bhrû- „Balken, Knüppel“. Zu dieser Wurzel gehört auch die nord. Sippe von schwed. bro „Brücke“ und außergerm. z. B. gall. brîva „Brücke“. Bekannte Ortsnamen sind z. B. Brügge, Innsbruck, Zweibrücken.

[alle Etymologien zitiert nach: Duden. Herkunftswörterbuch, Mannheim 2001]

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