Nur wenn ich denken möchte, schlaf ich ein. Doch wenn ich schlafen möchte, muss ich denken.

Die Forderung nach einer – im allgemeinen Sinne – verständlichen Literatur ist die hilflose Geste derjenigen, die vom Dichter verlangen, alle Antworten bereits zu kennen. Dieses Verlangen ist Ausdruck der Angst vor den (dem) Fragen, vor dem Selber-Denken. Die Figur des fragenden, des zweifelnden oder gar verzweifelnden Dichters ist die Angstgestalt der Nach-Denker, derjenigen, die eines Vor-Denkers bedürfen.

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