RASPUTINS PUDEL. WALLACHISCHES LIED

Ein Pudel, dessen großes Revier
an allen Ecken nach Urin stinkt
— sagt Heinz, er sitzt im Park mit Bier —
gehorcht ganz einfach seinem Urinstinkt.

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5 Kommentare on “RASPUTINS PUDEL. WALLACHISCHES LIED”

  1. Die Pointe ist gut, kommt aber nicht ganz rüber. Schaue einmal, wie es klingen würde, wenn du im ersten Vers „Großrevier“ statt „großes Revier“ nutzt. Ich denke: Man müht sich dann nicht mit dem Reim mit inkonsequenten Metrum im ersten und dritten Vers ab, sondern wird geschickt zur eigentlichen Pointe der anderen beiden Verse gelockt. Beste Grüße

  2. mag sagt:

    Selbstverständlich bestehen die Zeilenbrüche lediglich, damit der Text nicht übers Feld flattert.

  3. Wie dem auch sei; dennoch gilt meine Empfehlung.

    • mag sagt:

      Lieber René,

      jetzt hab ich mir den Text, Gedicht will ichs tatsächlich nicht recht nennen, nochmal vorgenommen. Das holpernde (/fehlerhafte) Metrum ist doch im Kalauer (Ur/in/stinkt) bereits angelegt (Urín stinkt (eine Hebung, weibliche Kadenz) — Úrinstínkt (zwei Hebungen, männliche Kadenz)); ich hab das zwar vorher nicht eins zu eins ausgezählt, aber intuitiv bau ich die Metren nahezu generell nicht nach Schema F, sondern variierend, um allzu gefällige Jamben & cetera zu vermeiden.

      Selbstverständlich, „gróßes Revíer“, das ist sone Art Senkungsprall, aber den jibbet ja im zweiten Vers ebenfalls, wenn auch an anderer Stelle („Écken nach Urín“), weiterhin gibts im zweiten Vers nur drei Hebungen. Und im vierten Vers fünf. Da ist also von vorn herein so allerhand Unordnung drin, die auch gewollt ist. Wie gesagt: lieber Variation und Geholpere anstatt eines starren Metrums.

      Trotzdem: Dank Dir für Deine Anregung — war auch mal wieder hilfreich, um mich zu einer genaueren Analyse zu zwingen (und vielleicht, wenn ich lange Weile habe, übertrage ich den Text nochmal in vierhebige Knittelverse. Mal schaun. (Oder in Daktylen. Yeah!)).

      Liebe Grüße!
      mg

  4. Es muss auch nicht der Anspruch sein, im starren Metrum zu schreiben. Bis auf den erster Vers sind metrisch, wenn die Pointe kommen soll, alle anderen metrisch gleich zu lesen (zumindest laut meinem Empfinden). Dabei wird ja bereits schon etwas gezwungen und überhaupt nicht so gemacht, wie es das starre Metrum verlangen würde. Nur das wird durch die erste Zeile nicht vorgegeben und das fiel mir einfach beim Lesen auf.
    Vielen Dank für deine Erläuterungen. Vielleicht wird es für mich auf der anderen Seite einmal Zeit, mich dem Kalauer fern aller Strenge zu widmen. Da prallen wahrlich Welten aufeinander …
    Beste Grüße


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