Gastbeiträge, Nr. 1

Vor einigen Tagen erreichte uns eine Zuschrift aus dem Zentrum der mitbürgerlichen Aufschreiigkeit, den wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten wollen. Wir danken Beate Ätsch für die freundliche Zusendung und das Vertrauen, das sie in uns setzt.

Und das ist überhaupt die Tragödie, die wir das musste ja mal einer sagen. Dass also der Bürger nicht informiert ist. Und warum nicht? Weil er nicht informiert worden ist. Und wer hat ihn nicht informiert? Die Bürger! Wie? Die Bürger haben einfach die Bürger nicht genügend informiert. Und die Bürger, die informierte Bürger waren, sind und sein werden, haben ihre Informationen in den Himmel bramarbasiert und dazu Schildchen geschwenkt, auf denen stand: Rückt die Information raus! Und dann hieß es: Wir haben keine! – Und wieder: Wir wissen aber aus verlässlichen Quellen, dass ihr sie habt, die Info, raus damit! – Und dann wurde skandiert: „Her mit der / E-va-lua-tion der / Bür-ger-mein-ung-en!“ und: „WER WIR SIND! WER WIR SIND! WER WIR SIND!“ (Das ist immer der grundlegende und zentrale europäische Kerngedanke gewesen!) Und wie die Bürger da die Bürger informiert haben! Wie sollte uns das jetzt nicht passen, da es doch schon was gewesen wäre, wenn es nichts geworden wäre! Und so ist es doch was geworden! Und was für ein dickes demokratisches Ei die sich gelegt haben! — Feste!, Reden!, Hekatombenopfer!

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